Q&A

Was kann ich mir unter “Biografiegepräche Hamburg” vorstellen?

Menschen aus Hamburg erzählen ihr Leben. Das ist das zentrale Thema, um das sich bei uns alles dreht – auf Augenhöhe, ohne Bewertung, ohne Urteile und in einem geschützten Raum. Ein Wochenende lang erzählen Türkeistämmige und Deutsche aus ihrem Leben und kommen sich dabei ein Stück näher.  Sie hören einander zu, ohne zu bewerten oder zu unterbrechen und lernen ihr Gegenüber kennen. Das sind erste Schritte hin zu gegenseitigem Verständnis und einem vertrauensvollen Miteinander.

 

Und mit welchem Ziel erzählen Menschen ihr Leben? 

Es geht darum, dass Menschen mit unterschiedlichem Werdegang, die sich im Alltag vielleicht nie begegnet wären, einander kennenlernen, um auch voneinander zu lernen – Menschen, die im selben Land leben und doch oft aufgrund ihrer Herkunft und persönlichen Prägung völlig unterschiedliche Erfahrungen gemacht haben.

 

Wer steckt hinter diesem Projekt?

Angefangen hat alles mit dem gemeinnützigen Ost-West-Forum Gut Gödelitz, das vor etwa 20 Jahren das “Gödelitzer Modell” ins Leben rief. Die Idee stammt von Wolfgang Thierse und Professor Dr. Peter von Oertzen. Beide warben kurz nach der Wende öffentlich dafür, dass Menschen aus beiden Teilen Deutschlands sich zusammensetzen und sich ihre Biografien erzählen. Nur so könne die erst nach der Wende entdeckte Fremdheit zwischen Ost und West abgebaut werden. Jeden Monat lädt das Ost-West-Forum, das vom Journalisten, Politologen und Volkswirtschaftler Axel Schmidt-Gödelitz geleitet wird, zehn Teilnehmer zu einer Biografie-Runde ein. 2009 wurde das Projekt auf deutsch-türkische Biografiegespräche ausgeweitet, die unter der Schirmherrschaft von Prof. Dr. Rita Süssmuth stehen.

 

Und wie sieht der Ablauf hierfür aus?

Einander zuhören, nicht unterbrechen, nicht bewerten – das ist die einfache und klare Regel für die Gespräche. Von der Kindheit und Jugend zum Hier und Jetzt: Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erzählen aus ihrem bisherigen Leben und wie das Erlebte sie geprägt hat. Eine ehrenamtliche deutsch-türkische Moderation führt durch die Veranstaltung, die am Freitagabend mit einer ersten Kennenlernrunde beginnt und am Sonntagmittag endet. Die Teilnahme ist kostenlos und beinhaltet An-/Abfahrt, Verpflegung und Übernachtung.

 

Wieso auf Gut Siggen?

Der organisatorische Rahmen für die Biografiegespräche Hamburg wird von der Alfred Toepfer Stiftung (Hamburg) finanziert. Zu dieser Stiftung gehört das Gut Siggen an der Ostsee, das für die Biografiegespräche zur Verfügung gestellt wird. Die gemeinsame Zeit in einer Umgebung, die gleichzeitig keine Ablenkung und viel Erholung bietet, ist aus unserer Sicht zentral für den ungestörten Austausch in der Gruppe.

 

Wie viele Personen nehmen an einem Biografiegespräch teil?

8 TeilnehmerInnen plus die Moderatoren, jeweils zur Hälfte deutsch- und türkeistämmig.

 

Komme ich als TeilnehmerIn infrage?

Haben Sie in Ihrem Freundeskreis oder im persönlichen Umfeld wenig oder keinen Kontakt zu Deutsch- oder Türkeistämmigen? Sind Sie neugierig auf das Leben der Anderen? Möchten Sie Ihre eigene Lebensgeschichte erzählen? Sind Sie offen für einen interkulturellen Austausch? Dann freuen sich die Projektverantwortlichen Dr. Christiane Fröhlich und Metin Yaman auf Nachricht von Ihnen.

 

Ich möchte teilnehmen. Wie kann ich mit Ihnen in Kontakt treten?

Am einfachsten über unser Kontaktformular oder unsere Facebook-Seite, aber gerne auch per Email: cjfroehlich (at) googlemail.com. Wir führen im Anschluss ein Kennenlerngespräch mit Ihnen.

 

 

 

To be continued.