Wer?

Die Hamburger Biografiegespräche werden ehrenamtlich von Dr. Christiane Fröhlich (Friedens- und Konfliktforscherin) und Metin Yaman (Social-Media-Manager) moderiert.

Christiane Fröhlich begründet ihr Engagement so: „Türkischstämmige Einwanderer und ihre Kinder und Enkel sind die größte Minderheit in Deutschland. Dass sie immer noch vor allem als Fremdkörper wahrgenommen werden, obwohl die zweite und dritte Generation ja hier geboren und aufgewachsen ist, stört mich sehr, vor allem in Zeiten von Pegida und Islamophobie.  Wir sind eine Einwanderungsgesellschaft, in der Einwanderung immer noch meist negativ bewertet wird. Das hat viel mit Ignoranz und Unkenntnis zu tun, und so entstehen Vorurteile, die sehr verletzend sind. Dabei bereichert der Kontakt mit anderen kulturellen Traditionen und Hintergründen ungemein! Die Biografiegespräche sind ein guter Weg, diese Lücke zu füllen und das nachzuholen, was die Politik in den vergangenen vierzig Jahren versäumt hat.“

Metin Yaman sagt:  „Ich mache in meinem unmittelbaren Umfeld immer wieder die Erfahrung, dass ich für einige deutsche Erwachsene der erste Kontakt mit türkischem Hintergrund bin, der über ein Sich-Freundlich-Grüßen hinausgeht. Oft werde ich dann mit Verständnisfragen überhäuft, die diesen Menschen wohl schon lange auf dem Herzen gelegen haben müssen. Die deutsch-türkischen Biografiegespräche tragen dazu bei, Antworten auf nie gestellte Fragen zu finden und den Teilnehmern die Scheu zu nehmen, auf den anderen zuzugehen.”